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  string(3185) "Die Zentralbanken stehen unter Druck: Trotz kräftiger Zinserhöhungen ist die Inflation noch nicht in Ihren Zielkorridor zurückgekehrt, bekommen die Unternehmen und Konsumenten die Auswirkungen bereits zu spüren. Die Wirtschaft in Deutschland schrumpft und eine Rezession wird erwartet. Wie sollen sich Anleger in Zeiten höherer Zinsen und geringerem Wirtschaftswachstum positionieren?

Bereits zum vierten Mal konnten wir Prof. Dr. Dr. Feld als Keynote Speaker für unsere jährliche Herbstveranstaltung gewinnen. Zusätzlich zu der Liveübertragung im Internet durften wir 40 Gäste persönlich im THE VIEW Cologne begrüßen.  Fachkundig moderiert wurde die lebhafte Diskussionsrunde wieder von der sympathischen n-tv Moderatorin Verena Fels.



Prof. Feld ordnet in seinem Impulsvortag das rezessive Umfeld in Deutschland ein. Er teilt jedoch nicht die mitunter sehr pessimistische Sichtweise, wie sie in vielen Medien verbreitet wird. Er betont das stagnative Umfeld, das derzeit die deutsche Volkswirtschaft belastet. Auch für das kommende Jahr sieht er wenig wirtschaftliche Dynamik. Ausführlich erläutert er die Hintergründe, warum sich Deutschland derzeit noch in einer schlechteren Ausgangslage als die meisten OECD-Staaten befindet. Die Höhe der Inflation dagegen überrascht ihn nicht. Die Gründe für den massiven Anstieg der Inflation ab 2021 stellt er anschaulich dar. Im „Fallout“ der Corona Rettungspolitik sieht er den wesentlichen Grund für den starken Inflationsanstieg. Eine expansive Geldpolitik hat eine expansive Fiskalpolitik finanziert.

Für das kommende Jahr erwartet Prof. Feld eine Inflationsrate irgendwo zwischen 2 und 3 Prozent. Sorgen bereitet ihm in diesem Zusammenhang die Lohnforderungen der Gewerkschaften. An diesem Punkt vergleicht er Deutschland mit der Situation in den 70er Jahren und befürchtet das die Inflation dadurch höher bleiben wird. Keine Evidenz dagegen sieht er für die oft zitierte „Gierflation“. Diesen Begriff sieht er politisch motiviert.

Entsprechend sieht er die Lösung langfristig auch nur in einer restriktiveren Geldpolitik, die durch eine restriktivere Fiskalpolitik gestützt wird. Dabei wollte er sich jedoch nicht zu einer Prognose der weiteren Zinsanpassungen hinreißen lassen. Denn auch aufgrund der derzeitigen unsicheren geopolitischen Lage ergibt sich ein restriktiver Effekt mit steigenden Zinsen ohne Eingreifen der Notenbanken. Positiv sieht er abschließend die finanzpolitischen Eckwerte. Denn der Trend zu einer sinkenden Staatsverschuldung wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Sondervermögen sieht er in diesem Zusammenhang nicht problematisch.

Nach kurzweiligen 100 Minuten, an der sich auch das Publikum vor Ort als auch online mit Fragen beteiligte, endete eine inspirierende Veranstaltung, die kaum noch Fragen offenließ.

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Rezession in Deutschland? – Ein Gespräch mit Prof. Dr. Dr. h.c. Lars Feld

Die Zentralbanken stehen unter Druck: Trotz kräftiger Zinserhöhungen ist die Inflation noch nicht in Ihren Zielkorridor zurückgekehrt, bekommen die Unternehmen und Konsumenten die Auswirkungen bereits zu spüren. Die Wirtschaft in Deutschland schrumpft und eine Rezession wird erwartet. Wie sollen sich Anleger in Zeiten höherer Zinsen und geringerem Wirtschaftswachstum positionieren?

Bereits zum vierten Mal konnten wir Prof. Dr. Dr. Feld als Keynote Speaker für unsere jährliche Herbstveranstaltung gewinnen. Zusätzlich zu der Liveübertragung im Internet durften wir 40 Gäste persönlich im THE VIEW Cologne begrüßen.  Fachkundig moderiert wurde die lebhafte Diskussionsrunde wieder von der sympathischen n-tv Moderatorin Verena Fels.

Prof. Feld ordnet in seinem Impulsvortag das rezessive Umfeld in Deutschland ein. Er teilt jedoch nicht die mitunter sehr pessimistische Sichtweise, wie sie in vielen Medien verbreitet wird. Er betont das stagnative Umfeld, das derzeit die deutsche Volkswirtschaft belastet. Auch für das kommende Jahr sieht er wenig wirtschaftliche Dynamik. Ausführlich erläutert er die Hintergründe, warum sich Deutschland derzeit noch in einer schlechteren Ausgangslage als die meisten OECD-Staaten befindet. Die Höhe der Inflation dagegen überrascht ihn nicht. Die Gründe für den massiven Anstieg der Inflation ab 2021 stellt er anschaulich dar. Im „Fallout“ der Corona Rettungspolitik sieht er den wesentlichen Grund für den starken Inflationsanstieg. Eine expansive Geldpolitik hat eine expansive Fiskalpolitik finanziert.

Für das kommende Jahr erwartet Prof. Feld eine Inflationsrate irgendwo zwischen 2 und 3 Prozent. Sorgen bereitet ihm in diesem Zusammenhang die Lohnforderungen der Gewerkschaften. An diesem Punkt vergleicht er Deutschland mit der Situation in den 70er Jahren und befürchtet das die Inflation dadurch höher bleiben wird. Keine Evidenz dagegen sieht er für die oft zitierte „Gierflation“. Diesen Begriff sieht er politisch motiviert.

Entsprechend sieht er die Lösung langfristig auch nur in einer restriktiveren Geldpolitik, die durch eine restriktivere Fiskalpolitik gestützt wird. Dabei wollte er sich jedoch nicht zu einer Prognose der weiteren Zinsanpassungen hinreißen lassen. Denn auch aufgrund der derzeitigen unsicheren geopolitischen Lage ergibt sich ein restriktiver Effekt mit steigenden Zinsen ohne Eingreifen der Notenbanken. Positiv sieht er abschließend die finanzpolitischen Eckwerte. Denn der Trend zu einer sinkenden Staatsverschuldung wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Sondervermögen sieht er in diesem Zusammenhang nicht problematisch.

Nach kurzweiligen 100 Minuten, an der sich auch das Publikum vor Ort als auch online mit Fragen beteiligte, endete eine inspirierende Veranstaltung, die kaum noch Fragen offenließ.

Wann sprechen wir uns persönlich?